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DG PARO Young Professional Meeting
Im Duell der Disziplinen geht die Parodontologie deutlich als Sieger hervor

Mittwoch, 19 Juli 2017

Regensburg, 14.07.2017 - Am vergangenen Wochenende lud das DG PARO Junior Committee zum fünften Young Professionals Meeting ins Hyatt Regency Hotel im MedienHafen Düsseldorf. Unter dem Motto „Duell der Disziplinen: Parodontologie vs. Implantologie“ wurde am Samstag, den 08.07.2017 ein interdisziplinärer Austausch in drei Runden ausgetragen. Nach der Begrüßung durch DG PARO Präsident Prof. Dr. Christof Dörfer führten Dr. Stefanie Kretschmar und Dr. Dennis Schaller durch ein spannendes und abwechslungsreiches Programm.

Die erste Session beschäftigte sich mit knöchernen Defekten. Dr. Tobias Thalmair aus Freising stellte in seinem Vortrag evidenzbasierte Therapieansätze für eine vorhersagbare Regeneration an natürlichen Zähnen vor. Aber auch Grenzen dieser Behandlungsmöglichkeit wurden von ihm thematisiert. Dr. Michael Back aus München zeigte eindrucksvolle Fallbeispiele präimplantärer Knochenaugmentationen aus seinem eigenen Praxisalltag. Zusätzlich wies er aber auch auf die Bedeutung des Weichgewebsmanagements hin.  


Langfristig gut versorgt – Zahn oder Implantat. Was hält länger?
PD Dr. Amelie Bäumer aus Bielefeld eröffnete die zweite Runde mit dem Thema: „Langfristig gut versorgt – Zahn oder Implantat. Was hält länger?“. Schon zu Anfang bezog sie klare Stellung zu Gunsten der natürlichen Zähne. Obwohl auch Implantate eine gute Lösung darstellten, blieben selbst parodontal kompromittierte Zähne für sie immer erste Wahl. Grundlegender Unterschied für die Versorgungswahl sei - neben der Belastbarkeit und dem Wunsch der Patienten - ob noch eine geschlossene Zahnreihe oder bereits ein Lückengebiss vorliege. Horst Dieterich (Winnenden) konnte sich trotz seiner Duellposition nicht eindeutig auf die Seite des Implantates schlagen. Die einzelne Situation entscheide, was passend sei; elementar seien dabei die Vorstellungen des Patienten. Wiederholt betonte er die obligaten Prophylaxe-Recalls, ohne die eine langfristig erfolgreiche Versorgung nicht möglich sei.  


Ästhetik um Zahn und Implantat - was geht, was geht nicht?
Session drei, „Ästhetische Rehabilitation“, befasste sich mit den Behandlungsmöglichkeiten ästhetischer Einschränkungen an Zähnen und Implantaten. Frederic Kaufmann aus Würzburg stellte Ansätze der Deckung singulärer oder multipler Rezessionen an natürlichen Zähnen vor. Detailliert erläuterte er Behandlungsschritte, die durch Videos veranschaulicht wurden.  
Dr. Hans-Georg Kirchner (München) zeigte anhand zahlreicher, ausführlich dokumentierter Behandlungsfälle seinen Entscheidungsweg bei Implantationen in der ästhetischen Zone. Neben Sofortimplantationen stellte er ebenfalls Lösungsansätze für ein Misserfolgsmanagement vor.

Anschließend fand die Fortbildung mit einem neuen Baustein im Fortbildungsformat ihren Abschluss. Dr. Daniel Bäumer (München) und Dr. Thea Rott (Köln) nutzten die Gelegenheit und folgten dem Aufruf, eigene Fälle vorzustellen und Behandlungsplanungen im Gremium der Zuschauer und des Junior Committees zu diskutieren.  
Der Tag klang auch dieses Jahr wieder in entspanntem Rahmen beim „get-together“ in einem naheliegenden Restaurant aus.

 

Dr. Stefanie Kretschmar

Dr. Steafnie Kretschmar
Bildrechte: DG PARO

Dr. Tobias Thalmair

Dr. Tobias Thalmair
Bildrechte: DG PARO

Horst Dieterich

Horst Dieterich
Bildrechte: DG PARO

Zur Gesellschaft:
Die Deutsche Gesellschaft für Parodontologie e.V. (DG PARO) nimmt wissenschaftliche und fachliche Aufgaben auf dem Gebiet der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, insbesondere der Parodontologie wahr. Für ihre fast 5000 Mitglieder sowie zahnärztliche Organisationen ist sie seit nahezu 90 Jahren beratend und unterstützend in parodontologischen Fragen tätig. Zu den Aufgaben der DG PARO gehört u.a. die Förderung der Forschung auf dem Gebiet der Parodontologie sowie die Auswertung, Verbreitung und Vertretung der wissenschaftlichen Erkenntnisse. Wesentliche Tätigkeitsschwerpunkte neben der Durchführung von wissenschaftlichen Tagungen, sind die Fort- und Weiterbildung auf dem Gebiet der Parodontologie sowie die Ausrichtung entsprechender Veranstaltungen. Zudem vergibt die Gesellschaft jährlich Wissenschaftspreise wie den Eugen-Fröhlich-Preis. Die DG PARO arbeitet, auch interdisziplinär, intensiv mit wissenschaftlichen Gesellschaften, Arbeitsgemeinschaften und Institutionen des In- und Auslandes zusammen. Sie verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke.

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